Enterprise 2.0

Ein Blog über den Einsatz von Social Media in Organisationen

Der Wissensarbeiter des 21. Jahrhunderts

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Wis­sens­ar­bei­ter sind Leis­tungs­trä­ger in Unter­neh­men. Sie erfin­den neue Pro­dukte, ent­wi­ckeln neue Stra­te­gien, füh­ren Ver­hand­lun­gen und vie­les mehr. Ende der 50er Jahre wurde der Begriff „know­ledge worker“ vom Management-Experten Peter Dru­cker zum ers­ten Mal geprägt. Zu die­ser Zeit fand ein Wan­del von der Hand­ar­beit und der Pro­duk­ti­ons­ori­en­tie­rung zu Beru­fen mit einem hohen Niveau an Fach­wis­sen, Aus­bil­dung und Erfah­rung statt.

Kaum ein Arbeits­platz, der noch kei­nen Internet-Anschluss besitzt, kaum ein Mit­ar­bei­ter, der nicht ein Web-fähiges End­ge­rät, sei es ein PC, ein Smart­phone oder ein Tablet, nutzt. In unse­rem heu­ti­gen Infor­ma­ti­ons­zeit­al­ter erfor­dern zwi­schen 25 und 50 % aller Berufe Men­schen, die Wis­sen erschaf­fen, ein­set­zen und tei­len. Zusätz­lich dazu bestimmt das „Inter­net of Things“ unse­ren Arbeits­all­tag. Unter­neh­men sind über den gesam­ten Kon­ti­nent hin­weg mit Nie­der­las­sun­gen, Pro­duk­ti­ons­stät­ten, Service-Centern ver­tre­ten. Geschäfts­re­le­vante Daten müs­sen zur Ana­lyse zen­tral zusam­men­ge­führt wer­den – natür­lich mit­hilfe des Inter­nets. Nur logisch, dass die Teams, die an sol­chen ver­teil­ten Stand­or­ten sit­zen, ihr Wis­sen tei­len und gemein­sam an Pro­jek­ten arbei­ten – dank Inter­net sind sie schließ­lich ortsungebunden.

Wis­sen durch Kol­la­bo­ra­tion managen

Anstatt Infor­ma­tio­nen aus unter­schied­li­chen Abtei­lun­gen oder Stand­or­ten an ver­schie­de­nen Stel­len im Unter­neh­men zu spei­chern und zu orga­ni­sie­ren, emp­fiehlt es sich, den Mit­ar­bei­tern Werk­zeuge zur Kol­la­bo­ra­tion an die Hand zu geben. Diese ermög­li­chen  die Inter­ak­tion zwi­schen Per­so­nen und das Knüp­fen per­sön­li­cher Bezie­hun­gen. Schnell las­sen sich dann genau die Mit­ar­bei­ter fin­den, die über das für ein bestimm­tes Pro­jekt erfor­der­li­che Wis­sen ver­fü­gen. Betrach­tet man reale Geschäfts­an­wen­dun­gen, macht die­ser Ansatz viel mehr Sinn. Bei vie­len heu­ti­gen Geschäfts­pro­ble­men fäl­len wir Ent­schei­dun­gen über Dinge, die nicht ein­fach quan­ti­fi­zier­bar sind. Bezie­hun­gen zwi­schen Men­schen zu knüp­fen ist ein wesent­lich effek­ti­ve­rer Ansatz, wenn Unter­neh­men mit dyna­mi­schen Geschäfts­zei­ten und ste­ti­gem Wan­del umge­hen müssen.

Unstruk­tu­rierte Pro­zesse in der Wissensarbeit

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Pro­zesse in Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen, die von Wis­sens­ar­beit geprägt sind, meist unstruk­tu­riert ablau­fen, weil sie sich nur schwer­lich auto­ma­ti­sie­ren las­sen. Die Pro­zesse sind ver­schie­den und pas­sen sich den jewei­li­gen Umge­bungs­be­din­gun­gen fle­xi­bel an, statt star­rer Vor­ga­ben und Regeln arbei­ten Men­schen kol­la­bo­ra­tiv an einem Thema und brin­gen immer wie­der neue Impulse ein. Wis­sen moti­viert Wis­sens­ar­bei­ter – je mehr sich ein Wis­sens­ar­bei­ter einem Pro­jekt ver­bun­den fühlt, desto mehr kol­lek­tive Intel­li­genz wird ein­ge­setzt, um ein Pro­jekt zum Erfolg zu füh­ren. An die­ser Stelle wird es aller­dings meist schwie­rig – denn wie las­sen sich alle Kennt­nisse eines Unter­neh­mens opti­mal sam­meln und allen Mit­ar­bei­tern zur Ver­fü­gung stel­len, so dass sämt­li­che Gesichts­punkte eines The­mas beleuch­tet wer­den können?

Her­aus­for­de­run­gen der kol­la­bo­ra­ti­ven Arbeit

Kol­la­bo­ra­ti­ves Arbei­ten birgt Her­aus­for­de­run­gen, die nicht zu unter­schät­zen sind:

  • Nicht jeder star­tet von dem­sel­ben Ort aus – eine fle­xi­ble Ein­füh­rungs­stra­te­gie unter Beach­tung loka­ler Beson­der­hei­ten ist sinnvoll
  • Die Ent­schei­dungs­fin­dung kann wesent­lich kom­ple­xer und auch lang­wie­ri­ger wer­den, des­halb sind klare Kom­mu­ni­ka­tion und ein ein­heit­li­cher Ent­schei­dungs­fin­dungs­pro­zess essen­zi­ell
  • Es kann dau­ern, bis sich Ein­spa­run­gen bemerk­bar machen und Ver­zö­ge­run­gen kön­nen frus­trie­rend sein
  • Pro­jekt­teams beste­hen aus Men­schen mit ver­schie­de­nen Cha­rak­te­ren und indi­vi­du­el­len Befind­lich­kei­ten. Da jeder sei­nen per­sön­li­chen Arbeits­stil pflegt, kann es schwie­rig wer­den, die Pro­jekt­part­ner mit einer ein­heit­li­chen Her­an­ge­hens­weise bei der Zusam­men­ar­beit zu unterstützen

Es ist also drin­gend not­wen­dig, eine Stra­te­gie für das Wis­sens­ma­nage­ment im Unter­neh­men zu ent­wi­ckeln. Hierzu wur­den in der nähe­ren Ver­gan­gen­heit zahl­rei­che neue Tools ent­wi­ckelt: Wikis, Blogs, Micro-Blogging, Ideations-Tools, Jams und die neue Gene­ra­tion des Pro­jekt­ma­nage­ments, die man auch kol­la­bo­ra­ti­ves Ent­schei­dungs­ma­nage­ment nen­nen könnte. Alle­samt soziale Werk­zeuge für die Ent­schei­dungs­fin­dung. Diese sozia­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­for­men des 21. Jahr­hun­derts sind der vir­tu­elle Raum, in dem ver­schie­dene Talente zusam­men­ar­bei­ten, ihre Leis­tun­gen erbrin­gen und ihre Fähig­kei­ten wei­ter entwickeln.

Werk­zeuge für das Wissensmanagement

Ein Wiki allein reicht dafür jedoch oft­mals nicht mehr aus. Laut einer Stu­die der IT-Analysten von Gart­ner wer­den in 2016 50 % aller gro­ßen Orga­ni­sa­tio­nen interne, Facebook-ähnliche soziale Netz­werke haben, und 30 % die­ser Netz­werke wer­den als ebenso essen­zi­ell ange­se­hen wer­den, wie heute E-Mail und Tele­fon. Der Trend zu die­sen Netz­wer­ken hat sich über die Jahre ent­wi­ckelt: bereits 2012 hat Micro­soft den Anbie­ter von fir­men­in­ter­nen Enter­prise Social Net­works „Yam­mer“ gekauft. Seit­her haben sich zahl­rei­che Ange­bote für fir­men­in­ter­nen Enter­prise Social Net­works im Markt eta­bliert, dar­un­ter Bitrix24, Podio oder auch die kos­ten­lose Soft­ware Com­ind­ware Team Net­work, die das Tei­len und Bewah­ren von Wis­sen in der Arbeits­um­ge­bung mit­hilfe durch­dach­ter Funk­tio­nen ermög­licht. Dazu gehö­ren die Kol­la­bo­ra­tion mit orga­ni­sier­ten Akti­vi­tä­ten direkt in der Arbeits­um­ge­bung, Dis­kus­si­ons­räume für alle Betei­lig­ten, die Doku­men­ten­ver­wal­tung an einem Ort, die Per­so­nen­su­che im Unter­neh­mens­ver­zeich­nis und Orga­ni­gramm, moti­vie­rende Aus­zeich­nun­gen von Team­mit­glie­dern und eine inno­va­tive Benut­zer­ober­flä­che, die schnell Akzep­tanz findet.

Die­ser Gast­bei­trag stammt von Hel­mut Hept­ner, wofür ich mich herz­lich bedan­ken möchte.

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