Enterprise 2.0

Ein Blog über den Einsatz von Social Media in Organisationen

#DigitalOutsiders, #DigitalImmigrants and #DigitalNatives – Where is the difference?

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Die drei Kate­go­rien beschrei­ben eine grund­sätz­li­che Hal­tung gegen­über das Inter­net. Wie ent­ste­hen eigent­lich diese Kate­go­rien? Häu­fig wird gesagt, dass Digi­tal Nati­ves jung und Digi­tal Outs­iders alt seien. Diese Ver­all­ge­mei­ne­rung trifft sicher­lich häu­fig zu, den­noch ist sie zu ein­fach. Sie würde bedeu­ten, dass die Digi­tal Outs­iders mit der Zeit aus­ster­ben und sich dadurch z.B. Web 2.0 von alleine durch­set­zen wird. Dem ist nicht so. Eine Milieu­stu­die von SINUS hat Grup­pen iden­ti­fi­ziert, die die unter­schied­li­chen Hal­tun­gen gegen­über das Inter­net zei­gen (siehe Grafik). 

Dem­nach beein­flusst einer­seits die Grund­ori­en­tie­rung und ande­rer­seits die soziale Lage die Hal­tung gegen­über dem Inter­net. Grund­sätz­lich gehö­ren dem­nach die obe­ren Schich­ten eher zu den Digi­tal Immi­grants als zu den Digi­tal Outs­iders. Men­schen mit der Grund­ori­en­tie­rung „Neu­ori­en­tie­rung“, die den typi­schen Web 2.0 Prin­zi­pien (machen, tei­len, ver­net­zen) ent­spricht, gehö­ren zu den Digi­tal Nati­ves. Bei die­ser Grund­ori­en­tie­rung ist es unwich­tig, in wel­cher sozia­len Lage sich die Mit­glie­der befinden.

Was lässt sich aus der der Milieu­stu­die schluss­fol­gern? Es gibt zwei Grä­ben anstatt nur einen. Der erste Gra­ben online ver­sus off­line wird ergänzt durch einen wei­te­ren Gra­ben inner­halb der Onli­ner. Die Werte der Onli­ner unter­schei­den sich, was auch ihr Nut­zungs­ver­hal­ten beein­flusst. Digi­tal Immi­grants über­tra­gen ihre klas­si­schen Prin­zi­pien auf den Online­b­reich und neh­men die Prin­zi­pien der Digi­tal Nati­ves nur schwer an. Viele gesell­schaft­li­che Dis­kus­sio­nen über das Inter­net ver­lau­fen genau an die­sem Gra­ben zwi­schen Immi­grants und Nati­ves. Immi­grants ver­herr­li­chen z.B. häu­fig die alte Welt ohne per­ma­nente Erreich­bar­keit, Kom­mu­ni­ka­tion usw. Diese Hal­tung hat nichts mit dem Alter zu tun, wie die 30jährige Auto­rin Nina Pauer in ihrem Buch „LG ;-)“ ein­drucks­voll beweist.  Das Buch trieft vor klas­si­schen Wert­vor­stel­lun­gen, das die Über­for­de­rung von Men­schen nur der Tech­nik zuschreibt, ohne zu reflek­tie­ren, dass sich das Ver­hal­ten der Nut­zer auch verändert.

Was kön­nen Orga­ni­sa­tio­nen aus die­ser Fest­stel­lung ler­nen? In Groß­or­ga­ni­sa­tio­nen kom­men alle Milieus aus der Gra­fik vor. Diese las­sen sich iden­ti­fi­zie­ren und wei­sen jeweils ein spe­zi­fi­sches Nut­zungs­pro­fil von Anwen­dun­gen des Inter­nets auf. Digi­tal Nati­ves ist die Sinn­haf­tig­keit von neuen Web2.0 Anwen­dun­gen intui­tiv klar und sie unter­stüt­zen diese sicher­lich auch. Digi­tal Immi­grants sind von neuen Anwen­dun­gen jedoch nicht sofort über­zeugt, wes­halb ein län­ge­rer Pro­zess des Erklä­rens und des Ein­übens von Nöten ist, bevor lieb­ge­won­nene alte Hand­lungs­wei­sen auf­ge­ge­ben und durch neue ersetzt wer­den. Auf Digi­tal Outs­iders trifft dies noch hef­ti­ger zu, wobei ich sogar glaube, dass es sehr schwie­rig ist, diese Men­schen über­haupt in die Welt des Enter­prise 2.0 zu integrieren.

 

 

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