Enterprise 2.0

Ein Blog über den Einsatz von Social Media in Organisationen

Kommentierung des Vortrags von Philippe Borremans auf der #e20s in Paris — Teil III

| 2 Kommentare

Phil­ippe Bor­re­mans ist Chief Social Media Offi­cer der Van Marcke Group und hielt einen Vor­trag auf der Enter­prise 2.0 Sum­mit in Paris. Span­nende Aus­sa­gen von ihm waren:

  • Er bemerkte, dass auf ver­schie­dene Ebe­nen Mit­ar­bei­ter sehr offen für qua­li­ta­tive Inter­views waren, um die eigene Situa­tion zu schil­dern. Dabei kam her­aus, dass 80% Emails nut­zen, um Doku­mente zu sha­ren, 37% mehr als 20 Anrufe am Tag täti­gen und 30% pro Tag mehr als 30 Minu­ten brau­chen, um die rich­tige Infor­ma­tion zu fin­den. Dar­aus bil­dete er KPIs, um die Situa­tion zu ändern.
  • Die Firma gab sich drei Jahre, um die erste soziale Platt­form zu inte­grie­ren und alle beglei­tende Pro­gramme durch­zu­füh­ren.  So führ­ten sie sehr viele Trai­nings durch, wie man eine soziale Platt­form nutzt und dazu gab es funk­tio­nale Trainings.
  • Mr. Bor­re­mans glaubt, dass Wikis eine der schwie­rigs­ten Anwen­dun­gen bezüg­lich Wei­ter­bil­dung sind. Es ist nicht so ein­fach, Wikis zu nutzen.
  • Wei­ter­hin glaubt er nicht an den Gene­ra­ti­ons­gap. Er meint, die Jun­gen seien nicht anders als die Älte­ren und die bes­ten Blogs wer­den betrie­ben von Leu­ten, die 15 Jahre im Busi­ness sind.

Meine kur­zen Kom­men­tare zu die­sen Aussagen: 

  • Der Grund, warum in Enter­prise 2.0 ein­ge­stie­gen wurde, waren schein­bar Ergeb­nisse qua­li­ta­tive Erhe­bun­gen über die Arbeits­or­ga­ni­sa­tion. Die Beob­ach­tun­gen der Orga­ni­sa­tion las­sen sich mit ähnli­chen Zah­len sicher­lich auf  andere Orga­ni­sa­tio­nen über­tra­gen. Es geht immer um die glei­che Frage: Wie kann ich effek­tiv kom­mu­ni­zie­ren? Unter­fra­gen sind: Wie wer­den die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­näle ein­ge­setzt? Wie finde ich Infor­ma­tio­nen? usw.
  • Ob ein Wiki wirk­lich die schwie­rigste Anwen­dung ist möchte ich nicht dis­ku­tie­ren. Span­nend ist eher die Fest­stel­lung, dass eine Bedinung nicht so ein­fach ist, wes­halb ein Wiki nicht für alle Mit­ar­bei­ter dies die rich­tige Anwen­dung ist. Außer­dem erfor­dert die Anwen­dung im Orga­ni­sa­ti­ons­kon­text eine bestimmte Art und Weise der Nut­zung, wenn es sinn­voll sein soll.
  • Inter­es­sant emp­fand ich die Ableh­nung der Unter­schei­dung zwi­schen Digi­tal Nati­ves und Digi­tal Immi­grants. Meine Frage wäre: Warum haben  so viele Mit­ar­bei­ter in Mr Bor­re­mans Firma Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­bleme, wenn es die­sen Unter­schied nicht gibt? Meine These wäre: Ten­den­zi­ell sind die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­bleme bei Digi­tal Nati­ves klei­ner, da sie mit der Tech­nik auf­ge­wach­sen sind und anders Inter­agie­ren. Junge Leute nut­zen keine Emails mehr, wes­halb sie z.B. auch nicht per Email Doku­mente sha­ren. Sein Argu­ment (bes­ten Blogs) lässt sich leicht ent­kräf­ten, wenn man sich vor Augen führt, dass junge Leute noch gar nicht so lange mit Busi­ness in Berüh­rung kom­men, um die not­wen­dige Exper­tise für gute Blogs auf­zu­bauen. Außer­dem haben es neue Blogs schwe­rer groß zu wer­den, als große Blogs, die ihren Sta­tus ledig­lich hal­ten müssen.
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2 Kommentare

  1. Hi René,

    First of all sorry for my com­ment in English but you really don’t want to read my Ger­man — I under­stand it but it has been too long ago that I had to put it down on paper.

    Thanks for your over­view of my pre­sen­ta­tion. Great points you high­light here.

    With regards to “gene­ra­tion Y” and com­mu­ni­ca­tion pro­blems in the organisation…

    I do not believe “com­mu­ni­ca­tion” pro­blems are a “per­son­nal” issue but rather an orga­ni­sa­tio­nal one. The point I wan­ted to make is that “age” is not a dif­fe­ren­tia­tor, just like the tools at your dis­po­sal are not…

    Good com­mu­ni­ca­ti­ons only thri­ves in a con­text of open­ness and trans­parancy — where employees under­stand that they can voice their opi­nion, ideas and pro­blems. It is to my idea more a cultural/organisational issue than a tech­no­lo­gi­cal and “when you were born” one…

    Thanks again for your over­view and let’s stay in touch.

  2. Dear Phil­ippe,
    thank you for your com­ment. All lan­gua­ges are welcome. 😉

    I agree with your com­ment. The age is not the main dif­fe­ren­tia­tor but I would say that you can see by the young people the new cul­ture (openness/ trans­pa­rency) and how they orga­nize the own com­mu­ni­ca­tion. Age is some­thing like a signal. Usually older people can­not ima­gine how young people orga­nize ever­y­thing wit­hout e-Mail but they do it.
    In an orga­niza­tion we have to use e-Mail because e-Mails are con­nec­ted with inter­nal pro­ces­ses and we have to com­mu­ni­cate with exter­nal partners/costumers. The­re­fore orga­niza­ti­ons could ana­lyze how young people com­mu­ni­cate and I think some aspects are trans­fe­ra­ble.
    The pro­blem is nor­mally older people do not like to learn from youn­ger people but in these aspects they have to do it. of course it is not always like this but I write about ten­den­cies. we will see how is it pos­si­ble to orga­nize the expe­ri­en­ces from young people into organizations.

    yes, let‘s stay in touch!

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