Enterprise 2.0

Ein Blog über den Einsatz von Social Media in Organisationen

Mein erstes Mal: #CeBit & #Webciety

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Im Vor­feld der CeBit erar­bei­tete ich gemein­sam mit Tho­mas Christ­nick, Kai Fitz­ner, Bianca Gade, Björn Negel­mann und ande­ren The­sen zum Thema „Future of Digi­tal Work­place“, die Tho­mas und ich auf der CeBit vor­stell­ten (In die­sem Video ab Minute 62 ist diese Ses­sion zu sehen und spe­zi­ell der Vor­trag ab ca. Minute 85).

Meine zen­tra­len Erkennt­nisse sind:

  • Die von uns iden­ti­fi­zier­ten Pro­bleme bei der Ein­füh­rung von Enter­prise 2.0 Lösun­gen teil­ten die wei­te­ren Podi­ums­teil­neh­mer wei­test­ge­hend (Ver­ant­wort­li­che für Enter­prise 2.0 in Groß­un­ter­neh­men, wie Bosch, Micro­soft, Google, IBM, Telekom).
  • Der Mensch bzw. der Nut­zer erfährt bis­her zu wenig Beach­tung, wes­halb viele Pro­jekte ste­cken blei­ben. Gart­ner erwar­tet, dass bis 2015 80% der Social-Software-Projekte schei­tern. Der prä­gnan­teste Satz dazu auf der Web­ciety: „Vor ein paar Jah­ren glaubte man, es genüge die Soft­ware über den Gar­ten­zaun zu wer­fen und dann wird sie schon genutzt – die Erfah­rung zeigt deut­lich, dem ist nicht so“.
  • Die Dis­kus­sio­nen dre­hen sich immer um die glei­chen Punkte, ohne auf Grund­la­gen und Prä­mis­sen ein­zu­ge­hen, wodurch teil­weise die wirk­li­chen Pro­bleme nicht erkannt wer­den. An die­sem Punkt kann und sollte die Wis­sen­schaft anset­zen, was lei­der, so zumin­dest mein Emp­fin­den, bis­her nur unzu­rei­chend geschieht. Begriffe wie Trans­pa­renz und das Auf­lö­sen von Hier­ar­chien wer­den wie hei­lige Kühe durch die Hal­len getra­gen, obwohl diese Ansprü­che bei genaue­rer Betrach­tung nicht halt­bar und auch nicht erfüll­bar sind. Auch die Frage nach der Balance zwi­schen Ent­gren­zung (Zeit und Ort), die Social-Media ermög­licht, und Begren­zung von Arbeit und Erreich­bar­keit ist bis­her unbeantwortet.

Als CeBit-Noob sind mir wei­ter­hin fol­gende Dinge aufgefallen:

  • Selbst als Noob regis­trierte ich, dass es der CeBit schein­bar nicht so gut geht. Die ein­zel­nen Bun­des­län­der füll­ten rie­sige Berei­che, wobei ich bei jedem Land dachte, hmm was machen die hier eigent­lich? Auch die Stände des Part­ner­lan­des Polen waren schön anzu­se­hen, aber es war nur schwer erkennt­lich, wel­che Fir­men aus Polen sich in den ein­zel­nen Stän­den prä­sen­tier­ten. Das CI von Polen domi­nierte und über­strahlte den Inhalt, was ich als Polen­lieb­ha­ber schade fand.
  • End­lich sah ich auch mal ein 3D-Drucker live. Schon impo­sant und ich bin gespannt, wie diese Tech­nik unser Leben noch ver­än­dern wird.
  • WLAN TO GO finde ich sehr span­nend, wes­halb ich mich damit inten­si­ver beschäf­ti­gen werde.
  • In den Gaming-Halle fühlte ich mich 10 Jahre in die Ver­gan­gen­heit ver­setzt, als ich noch an LAN-Partys teil­nahm. Ich hatte davon gehört, aber es war beein­dru­ckend zu sehen, wie Hun­derte Jugend­li­che und junge Erwach­sende die Wett­kämpfe der bes­ten Spie­ler anschau­ten. Die Duelle wur­den mode­riert wie Fuß­ball­spiele.

Mein Fazit des ein­tä­gi­gen Besuchs ist: das Thema Enter­prise 2.0 bleibt heiß. Eine Phase der Eupho­rie folgt momen­tan eine Phase der Ernüch­te­rung und Neu­jus­tie­rung. Der Mensch muss mehr im Mit­tel­punkt der Über­le­gun­gen ste­hen. Der Mehr­wert von Enter­prise 2.0 für Orga­ni­sa­tion ist ein­deu­tig sicht­bar, die Frage ist jedoch, wie der Mehr­wert kon­ti­nu­ier­lich geho­ben wer­den kann. Ich freue mich, dass sich die Web­ciety auf der CeBit genau mit die­ser Frage aus­ein­an­der setzte.

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